Kalk gegen Schimmel- das wirkt!

Kalk wird schon seit Jahrtausenden als Baustoff verwendet. Gewonnen wird der Kalk wie wir ihn heute kennen aus Kalkstein welcher gebrannt und anschließend durch Wasserzugabe gelöscht wird. Als Zusatz zu Zementmörtel und anderen Baustoffen optimiert Kalk die Eigenschaften des Baustoffes.

Da Kalk nicht nur Feuchtigkeit und Gerüche aufnimmt sondern auf Grund seiner antiseptischen Wirkung auch die Raumluft reinigt, werden Kalkfarbe bzw. Wandfarbe auf Kalkbasis oder Kalkputze sehr gerne im Innenausbau eingesetzt. Die einfache Verarbeitung auf nahezu jedem Untergrund und die Eigenschaft auch Schimmel zu verhindern macht diese Farben sehr beliebt.

Wie entsteht Schimmelbildung in Wohnräumen?

Üblicherweise wird den Bewohnern die Schuld gegeben – falsches Lüften, zu wenig heizen ist die landläufige Erklärung. Dies mag zwar zu einem kleinen Teil stimmen, Schimmel bildet sich aber nicht nur deshalb. Da Pilzsporen nahezu überall in der Luft sind benötigen Sie nur ein wenig Feuchtigkeit um sich zu vermehren. Wo kommt diese Feuchtigkeit aber her? Einerseits natürlich aus der Raumluft wo sich dann Kondenswasser an kalten Flächen niederschlägt, andererseits aber auch aus der Restfeuchtigkeit in der Bausubstanz selbst. Darüber hinaus verhindern verschiedene Baustoffe mit geringer Dampfdiffusionsfähigkeit, wie zum Beispiel Polystyrol oder Beton den Luft- und Feuchtigkeitsaustausch. Schlägt sich nun Feuchtigkeit an kalten Stellen wie zum Beispiel hinter Möbelstücken oder an Kältebrücken (Balkon!) nieder, ist Schimmelbildung die Folge.

Um Schimmel zu verhindern sollte man also nicht nur die Tipps für Heizen und Belüften befolgen, sondern auch danach trachten dass die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht dauerhaft auf über 60 Prozent ansteigt. In Nassräumen wird dem oft durch zusätzliche mechanische Be- und Entlüftung Rechnung getragen. Der Einsatz von Kalkfarbe, speziell in Bad, WC und Küche trägt in großem Maße dazu bei Schimmel zu verhindern.

Warum kann Kalkfarbe Schimmel verhindern?

Kalk ist, wie eingangs schon erwähnt, stark alkalisch. Der hohe pH- Wert von Kalkfarben schafft ein Millieu, in dem Pilzsporen und Bakterien nicht überleben können. Kalkfarben sind außerdem diffusionsoffen, das bedeutet Sie ermöglichen das Abfangen von Feuchtigkeitsspitzen und ermöglichen das Austrocknen der Wandschichten. Eine Kombination aus Kalkputz und Kalkfarbe bietet also einen hohen Schutz vor Schimmel, der hundertprozentige Schutz kann auf Grund der vielen anderen Faktoren der Schimmelbildung nicht garantiert werden.

Was tun wenn ich schon Schimmel in der Wohnung habe?

Ist Schimmelbildung bereits aufgetreten muss der Schimmel gänzlich beseitigt werden. Alte, befallene Tapeten sind zu entfernen, heißes Essigwasser hilft bei der Beseitigung. Bei großflächigem Schimmelbefall ist das Hinzuziehen eines Fachmannes unumgänglich. In dauernd bewohnten Räumen zahlen sich ein gänzlicher Neuverputz der Wände mit Kalkputz sowie ein Streichen der Wände mit Kalkfarbe jedenfalls aus.

Was soll man jedenfalls vermeiden?

Haben Sie ihre Wände mit Kalkputz verputzt greifen Sie keinesfalls zu irgendeiner billigen Wandfarbe. Die meisten Produkte haben eine niedere Diffusionsbereitschaft, was bedeutet dass Sie die positiven Eigenschaften des Kalkputzes egalisieren, da die Farbe die feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften nicht aufweist und somit den Kalkputz „blockt“.
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koro