Fristlose Kündigung aufgrund von Schimmel in der Wohnung?

Auf jeden Fall! Zumindest wenn der Schimmel lebensbedrohliche Krankheiten auslößt! Das hat zumindest das Landgericht Berlin entschieden. Bei dem Fall mit dem Aktenzeichen: 65 S 345/07 ging es um eine Mutter und Ihre Tochter welche in einer Wohnung lebten welche ein den meisten Räumen von Schimmelpilz befallen war. Ein Sachverständiger erstellte ein Gutachten nachdem beide an einer Lungenentzündung erkrankt waren. Dieses besagt das die Krankheit durch die Sporen der Pilze in der Wohnung ausgelöst wurde. Die Frau musste sogar reanimiert werden. Auf die Gefahren die Schimmel für die Gesundheit bedeuten kann sind wir schon an anderen Stellen mehrfach eingegangen, aber auch dieser Fall macht deutlich wie akut Belastungen der Raumluft durch Schimmelsporen sein können.

Das Gericht klärte auf das es Menschen nicht zuzumuten sei in einer solchen Wohnung zu leben. Daher ist eine fristlose Kündigung sowie das einstellen der Mietzahlungen Ihr gutes Recht. Dies sollte noch stärker im Vordergrund stehen wenn Sie den Schimmel nachweislich (am besten durch einen Schimmelgutachter/Sachverständigen) nicht selber verursacht haben. Im zweifel empfiehlt es sich selbstverständlich immer einen Anwalt für Mietrecht zu Rate zu ziehen. Der Mieterbund hat auch darauf hingewiesen das es sich in dem hier genannten Fall nicht nachweißen lassen konnte ob der Schimmelpilz durch die Mieter verursacht wurde oder nicht.

Klar sollte jedoch eines sein, spätestens bei gesundheitlichen Beschwerden ist Handlungsbedarf angesagt! Gerade langfristige Belastungen durch Schimmelsporen in der Raumluft gilt es zu vermeiden um chronischen Erkrankungen die andernfalls vielleicht entstehen können vorzubeugen!

Schimmelspore

 

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koro